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Ein Agroforst als Ort der Selbstwirksamkeit

In Fischenthal entsteht ein Gemeinschaftsgarten nach einem Prinzip, das in der Schweiz kaum bekannt ist: dem syntropischen Agroforst. Finanziert vom Student Project Fund von ZHAW sustainable, verbindet das Projekt Bodenregeneration mit einem Ort, an dem Menschen ihre Klimasorgen nicht allein tragen müssen.

Sustainable Development Goals

3 Gesundheit und Wohlergehen 11 Nachhaltige Städte und gemeinden 13 Massnahmen zum Klimaschutz 15 Leben an Land

In Fischenthal im Zürcher Oberland entsteht seit diesem Frühling ein gemeinschaftlicher Agroforst. An einem Wochenende im Mai graben 15 freiwillige Helfer:innen Löcher für Setzlinge, jäten undtragen Mulch. Gemeinsam legen sie ein Anbausystem nach dem Schweizer Ernst Götsch an. Dabei werden Nutzpflanzen und Bäumen in einem naturnahen Kreislauf angebaut, um gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern und die Biodiversität zu fördern.

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Gemeinschaftlicher Syntropischer Agroforst

Jana Bärlocher

Absolventin Soziale Arbeit ZHAW, Projektinitiantin

«Ich möchte keine klassische Literaturarbeit schreiben, sondern etwas machen, das man wirklich anwenden kann.»

Vielfalt fördert Bodengesundheit 

Auf gut 300 Quadratmetern wachsen Nutz- und Wildpflanzen dicht nebeneinander, mehrschichtig, von der Bodendecke bis zur Baumkrone. Das unterscheidet das System von manchen anderen Gemeinschaftsgärten, die trotz gemeinsamer Arbeit oft auf einzelne Kulturen in Reihen setzen. Die Vielfalt bindet Kohlenstoff im Boden, baut über Jahre Humus auf und macht die Fläche widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit. Getragen wird das Projekt von einem interdisziplinären Team aus Landschaftsarchitektur, Forstwirtschaft und Kommunikation, mit Förderung durch den Student Project Fund der ZHAW.

Vom Samen zur Ernte

Wer mitmacht, kann einmalig an einem Gemeinschaftstag anpacken oder sich über die ganze Saison einbringen. So wächst aus selbst gesetzten Samen Gemüse heran während sich zahlreiche Insekten in der angelegten Blumenwiese tummeln. Konkret Hand anzulegen und zu sehen, was der eigene Einsatz bewirkt, ist ein wirksames Mittel für all jene, die angesichts des Klimawandels eine Ohnmacht verspüren.

Ein Ort für die Sorge ums Klima

Diese Erkenntnis hat die Initiantin dieses Projekts, Jana Bärlocher, Studentin der Sozialen Arbeit, im Rahmen ihrer Bachelorarbeit zu Klimaaangst gemacht.In Interviews für ihre Arbeit nannten Betroffene gemeinschaftliches Gärtnern und Biodiversitätsförderung als das, was ihnen tatsächlich half. An den Gemeinschaftstagen wird diese Sorge nicht allein getragen, sondern in Gartenarbeit übersetzt.

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