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Der lange Weg weg vom fossilen Heizsystem

Die Energieemissionen der ZHAW sind seit 2017 um rund ein Drittel gesunken. Insbesondere der Anteil an Emissionen durch Erdöl und Erdgaskonnte deutlich reduziert werden. Dennoch ist die wichtigste Frage noch offen: Wann werden die letzten fossilen Heizungen ersetzt?

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Eine Zahl, die für sich spricht: von über 1'600 Tonnen CO₂-Äquivalenten im Jahr 2017 auf rund 1'100 Tonnen im Jahr 2024 – ein Rückgang von 33 %. Verantwortlich für diese hohe Reduktion ist hauptsächlich der schrittweise Ersatz fossiler Heizungen durch Fernwärme und Wärmepumpen.

Am deutlichsten zeigt sich diese bei Erdöl und Erdgas. Waren sie 2017 mit über 1'230 Tonnen CO₂-Äquivalenten noch die mit Abstand grössten Emissionsquellen der ZHAW, sind es 2024 noch knapp 260 Tonnen. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 80 % und zeigt, dass der eingeschlagene Reduktionspfad wirkt. 

Was die Daten auch zeigen

Der Emissionsanteil der Fernwärme ist seit 2017 gestiegen. Dies ist auf die fossilen Anteile zurückzuführen, die je nach Erzeugungsmix in der Fernwärme enthalten sind. Der Systemwechsel von Öl zu Fernwärme reduziert die Emissionen erheblich, eliminiert sie aber nicht vollständig.

Wann die letzten fossilen Heizungen an der ZHAW ersetzt werden, hängt von Gebäudezuständen, kantonalen Rahmenbedingungen und verfügbaren Alternativen ab – Faktoren, die die ZHAW nicht vollständig selbst, sondern nur in Absprache mit dem Kanton steuern kann.

Portrait von Aaron Ehrat, Operational Sustainability Manager, ZHAW sustainable

Aaron Ehrat

Operational Sustainability Manager, ZHAW sustainable, Rektorat

«Der Ersatz von Heizsystemen gelingt nur in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton und den jeweiligen Gebäudeeigentümerschaft. Gleichzeitig können wir alle durch bewusstes Verhalten und eine gezielte Steuerung des Energieverbrauchs dazu beitragen, die Emissionen weiter zu senken.»

Die nächste Herausforderung wartet 

Parallel zur Wärme wächst eine zweite Herausforderung, die alle energieintensiven Betriebe beschäftigt: Strom wird generell knapper. Sowohl der Einsatz von Wärmepumpen als auch wachsende KI-Infrastruktur und die fortschreitende Digitalisierung tragen zu dieser Verknappung bei.

Erste Antworten liefert die Energiesparkampagne von 2023 auf gemeinsam.zhaw.ch: Bewusstseinsbildung, Verhaltensänderung und technische Optimierung als drei parallele Hebel. Ergänzt wird dieser Ansatz durch dezentrale Eigenproduktion: Wie Solarenergie direkt am und ums Gebäude erzeugt werden kann, zeigt das Beispiel der Agri-PV-Anlage.

Hochschulbetrieb Finanzen & Services Rektorat Wädenswil Winterthur Zürich

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