Mobilität
Die Mobilität ist der gewichtigste Bereich in der Klimabilanz der ZHAW, allen voran die Flugemissionen der Mitarbeitenden. Ende 2023 hat die ZHAW dafür einen Reduktionspfad beschlossen; gesteuert wird die Reduktion über departementale Emissionsbudgets. Dank zentraler Massnahmen und der Anstrengungen der Departemente liegt die ZHAW diesem Pfad derzeit voraus. Offen bleibt, wie weit sich die Emissionen noch senken lassen: Forschung und Lehre sind international, und ein Teil der Reisen lässt sich weder verlagern noch ersetzen.
Hinzu kommt das Pendeln von rund 14'700 Studierenden und 3'600 Mitarbeitenden. Wie sie zur ZHAW kommen, hängt vom Wohnort und von der Anbindung der Standorte ab und liegt damit nur bedingt in der Hand der Hochschule.
Zur Geschäftsmobilität zählen alle Reisen, die die ZHAW für Mitarbeitende und Gäste bezahlt: mit dem Flugzeug, der Bahn und dem Auto. Den mit Abstand grössten Anteil machen die Flüge aus. Ein einziger Langstreckenflug verursacht mehr Emissionen als hunderte Bahnfahrten. Der Verlauf seit 2017 ist massgeblich durch die Pandemie geprägt: Die Emissionen sanken deutlich und stiegen mit der Wiederaufnahme der Reisetätigkeit erneut an. Seither wurde eine erfolgreiche Reduktion realisiert. Begleitet von der Kampagne «Challenge Accepted», die auf Alternativen statt auf Verbote setzt, liegen die Flugemissionen heute rund 44 % unter dem Niveau vor der Pandemie.
Die Werte zur Geschäftsmobilität durch Zug- und Veloreisen sind zu klein und werden deshalb im jeweiligen Diagramm nicht aufgeführt.
Die Emissionen eines Fluges hängen von der Distanz und von der Reiseklasse ab: Langstreckenflüge verursachen den Grossteil der Emissionen, und ein Business-Sitz verursacht pro Person bis zu dreimal so viel wie ein Platz in der Economy. Berücksichtigt sind zudem die zusätzlichen Klimaeffekte des Fliegens in grosser Höhe. Die ZHAW multipliziert die reinen CO₂-Emissionen deshalb mit dem Faktor 2.7 – in Anlehnung an eine Studie des ZHAW-Zentrums für Aviatik, die einen Gewichtungsfaktor in dieser Grössenordnung empfiehlt.
Der Blick auf die Emissionen pro Vollzeitäquivalent zeigt, wie erfolgreich die Reduktion der letzten Jahre tatsächlich war. Weil die ZHAW in dieser Zeit gewachsen ist, wird der Fortschritt erst im Verhältnis zur Grösse der Hochschule sichtbar. Wie weit sich die Emissionen weiter reduzieren lassen und welche Reisen für eine international vernetzte Hochschule notwendig bleiben, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
Die Daten zur Pendelmobilität beruhen auf einer Befragung, die auf die gesamte Hochschulcommunity hochgerechnet wird – sie zeigen Grössenordnungen und Muster, nicht exakte Werte. Wie Angehörige pendeln, hängt stark vom Wohnort und von der Anbindung der Standorte ab und liegt damit nur bedingt in der Hand der Hochschule.
Pendelmobilität wird erst seit 2022 erfasst. Die Werte basieren auf einer Hochrechnung der Mobilitätsbefragung und zeigen Grössenordnungen, keine exakten Werte.
Nachhaltigkeit durchzieht alle Aktivitäten der ZHAW. Hier geht es zu den Daten aus weiteren Bereichen.